HGIS Germany: Historische Karten für Deutschland

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Deutschland ist bekanntlich sehr spät zu einem Nationalstaat zusammengewachsen: Das sogenannte Deutsche Reich ist erst 1871 entstanden. Vorher gab es eine fast unüberschaubare Anzahl von mehr oder weniger unabhängigen Kleinstaaten, die in verschiedenen Bündnissystemen organisiert waren. Kurz: Um die deutsche Geschichte des 19. Jahrhundert zu verstehen kommt man nicht um ein gutes historisches Kartenwerk herum.

Das HGIS Germany bietet genau das: Die interaktive Online-Applikation erlaubt es, einzelne Staaten, Staatensysteme oder das gesamte deutsche Gebiet in den Jahre 1815/20 bis 1914 über unterschiedliche Kartentypen zu erkunden. Der Vorteil gegenüber gedruckten Kartenwerken liegt inbesondere darin, dass man in Jahresschritten exakt den gewünschten Zeitausschnitt bestimmen über Layer Zusatzinformationen ein- oder ausblenden kann.

Die Oberfläche von HGIS Germany mag nicht ganz so geleckt daherkommen wie andere, kommerzielle GIS-Applikationen. Es enthält aber viele sinnvolle Funktionen und ist zudem im sogenannten eKompendium gut dokumentiert.

(via weblog.histnet.ch)

Architekten entdecken die Google 3D-Galerie

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Die Modelle in der Google 3D-Galerie werden mehrheitlich von Laien erstellt, die als Ausgangsmaterial nicht viel mehr als einige Fotos zur Verfügung haben. Entsprechend sind die meisten Modelle nur grobe Annäherungen an das Original. Auf der andern Seite exisiteren heute zumindest von allen Neu- und Umbauten digitale Pläne in Formen von CAD-Daten, die dank der Import-Funktion von SketchUp Pro vergleichsweise einfach für Google Earth aufbereitet werden könnten.

Die Frage ist natürlich: Warum sollte sich ein Architekt diese Mühe machen? Aus zwei Gründen: Erstens um Häuser oder Wohnungen, die zum Verkauf oder zur Vermietung ausgeschrieben werden, besser zu präsentieren. Wenn potentielle Käufer oder Mieter das Gebäude inkl. Umgebung in Google Earth räumlich erkunden können, dann ist das besser als jeder Verkaufsprospekt, besonders wenn das Gebäude noch gar nicht steht. Und zweitens empfiehlt man sich auf diesem Weg als Architekt weiteren Bauherren.

Wenn ich das richtig überblicke, dann haben in der Schweiz insbesondere die Architekturbüros Archivision (Bild oben) und Alberti Ingénieurs SA (Bild unten) dieses Potential für sich entdeckt.

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Auch London wurde nicht in einem Tag erbaut

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Eine der weniger bekannten Funktionen von Google Earth sind Animationen, also Veränderungen von Objekten über die Zeitachse hinweg – nicht zu verwechseln mit Touren, dank denen man über eine sich nicht verändernde Landschaft geflogen wird. Animationen kann man beispielsweise dazu nutzen, um 3D-Autos auf Strassen fahren zu lassen, man kann damit aber auch Entwicklungen im Städtebau visualisieren.
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Google Moon: Google Maps für den Erdtrabanten

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Google Moon zeigt primär detaillierte Aufnahmen der Mondoberfläche, die im Rahmen der Clementine-Mission aufgenommen wurden. Darüber kann man Layers mit topografischen und geologischen Karten (die allerdings nur die der Erde zugewandte Seite des Mondes abdecken) legen und die Landungen der Apollo-Raumschiffe anzeigen lassen. Schön ist auch die farbige Höhendarstellung, die man über den Layer „Elevation“ einblenden kann – dadurch sieht man, dass die Mondoberfläche ähnliche Höhenunterschiede aufweist wie die Erdoberfläche.

Auch nach der Veröffentlich von Google Earth 4.2 (vgl. Google Earth jetzt mit Blick ins All) hat Google Moon seine Berechtigung: Mit Google Earth sieht man den Mond nicht annähernd so detailliert. Allerdings arbeitet Google bereits daran, die Daten von Google Moon auch in Google Earth zu integrieren.

Interessant ist übrigens die Motivation, die gemäss Google hinter dem Projekt Google Moon steht:

„After over three decades, we’re finally getting ready to go back to the Moon. To help you prepare, and to whet your appetite for exploration, we teamed up with scientists at the NASA Ames Research Center to bring you this collection of lunar maps and charts. This tool is an exciting new way to explore the story of the Apollo missions, still the only time mankind has set foot on another world.“

3D-Modelle für Google Earth: Basel vor Zürich

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Es ist nicht zu leugnen dass der digitale Bauboom in Google Earth etwas nachgelassen hat: Jedenfalls nimmt der Bestand an 3D-Modellen aus Schweizer Städten nur noch langsam zu. Die meisten Städte haben nur ein halbes Dutzend Modell zu bieten, in Zürich und Basel sind dank SketchUp immerhin gut 30 Modelle entstanden. Auch wenn die Zahlen insgesamt mit Vorsicht zu geniessen sind: Tendenziell sind die Basler fleissiger, wenn auch nicht alle Modelle höchsten Ansprüchen genügen. Wer sich selbst ein Bild machen möchte: Die Sammlung Schweizer Städte bietet einen raschen Überblick.