Microsoft WorldWide Telescope, der Universum-Browser

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Man sollte vorsichtig sein mit solchen Vergleichen, aber wenn man es ganz simpel formulieren möchte, ist WorldWide Telescope (WWT) von Microsoft das Gegenstück zu Google Earth – will heissen: Während Google Earth zunächst die Erde in 3D zeigte und später noch andere Himmelskörper hinzufügte, widmet sich WorldWide Telescope primär dem All, kann aber auch unseren Heimatplaneten darstellen. Somit sind die Stärken der beiden Programme unterschiedlich, auch wenn es Überschneidungen gibt.

Der Fokus von WWT liegt auf der Wissensvermittlung: Zahlreiche Touren inkl. Tonspur stehen zur Verfügung, und man kann auch selbst eigene Touren erstellen. Gerade für Laien in der Astronomie (zu denen ich mich selbst ebenfalls zähle) ist dies ungemein hilfreich, denn ohne entsprechendes Wissen sind die Aufnahmen der verschiedenen Teleskope letztlich nicht mehr als hübsche Ornamente. Und Experten haben so die Möglichkeit, sich mit ihrem Wissen in Communities zu präsentieren.

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Insgesamt ist WWT ein sehr schön gemachtes und reichhaltig ausgestattetes Programm, das trotz allen Optionen sehr intuitiv zu bedienen ist. Allerdings stellt es gewisse Ansprüche an die Hardware: Ohne einen flotten Prozessor, genügend RAM, eine 3D-Grafikkarte und eine Breitband-Internet-Anbindung macht die Software wenig Freude. Zudem müssen das .NET-Framework 2.0 sowie DirectX 9.0 installiert sein, und natürlich ist WWT nur für Windows verfügbar.