Interaktive Karten erstellen mit Google Map Engine Light

Download PDF

Google Map Engine Light - Zürcher Stadtwanderung

Karte anzeigen

Immer wieder kommt man in die Situation, dass man Orte, Wege oder Bereiche auf einer Landkarte einzeichnen muss. Das ist an sich schon nicht ganz einfach, denn man braucht einerseits gutes Kartenmaterial als Grundlage und andererseits eine geeignete Software. Besteht dann zusätzlich die Anforderung, dass die Karte regelmässig gepflegt werden muss, dann wird es noch etwas anspruchsvoller. Und so richtig kompliziert wird es, wenn das Ergebnis als interaktive Karte im Web publiziert werden soll.

Mit der Google Maps Engine gibt es schon einige Zeit eine Lösung, die genau das kann. Sie ist allerdings für Unternehmen gedacht und kostenpflichtig. Glücklicherweise hat Google nun aber vor einigen wenigen Tagen die kostenlose Maps Engine Lite angekündigt. Basierend auf dem Kartenmaterial und den Satellitenbildern von Google Maps kann man über ein einfaches Web-Interface Punkte, Linien und Flächen einzeichnen, beschriften, grafisch gestalten und in Ebenen anordnen.

Interessant ist auch die Importfunktion, welche sowohl Textdateien (CSV) als auch Vektorgrafik-Dateien akzeptiert und dann auf einer Google Map abbildet. Um ein einfaches Beispiel zu nehmen: Eine typische Adressliste in Excel kann als CSV gespeichert und dann in die Maps Engine importiert werden. Beim Importvorgang muss man lediglich angeben, in welchen Feldern die Angaben zur Positionierung zu finden sind. Falls keine Längen- und Breitenangaben in der CSV-Datei enthalten sind, lässt man die Positionsmarkierungen aufgrund der Adresse (Strasse, Ort) setzen. Dank dieser Importfunktion konnte ich innert fünf Minuten alle Bauernhöfe von www.selberpfluecken.ch auf diese Karte abbilden.

Ist die Karte einmal erstellt, kann sie anderen Personen zugänglich gemacht werden. Die einfachste Methode besteht darin, die Karte als öffentlich zu deklarieren und die URL der Karte zu verschicken bzw. zu publizieren. Um sie in die eigene Website zu integrieren wird ein iframe genutzt. Und wer nicht die ganze Arbeit allein machen will kann eine Karte auch für ausgewählte Google Accounts zur Bearbeitung freigeben.

Insgesamt ist die Maps Engine Lite eine ausgezeichnete Lösung, um eine beschränkte Anzahl von Elementen auf einer Karte zu publizieren und zu pflegen. Die Gestaltungsmöglichkeiten sind praxisorientiert und leicht zu beherrschen, und die Importfunktion kann viel Handarbeit überflüssig machen. Die Beschränkung auf 3 Layers und 100 importierte Datensätze ist nachvollziehbar und für viele Anwendungen unproblematisch. Und die kleineren Bugs sowie die derzeit noch rein englische Benutzeroberfläche sind bei einer Beta-Version absolut verzeihlich.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.