Tomnod: Satellitenbilder im Crowdsourcing-Verfahren erschliessen

Download PDF
Auf Tomnod markieren Freiwillige Objekte und Orte auf Satellitenbildern

Auf Tomnod markieren Freiwillige Objekte und Orte auf Satellitenbildern

Nicht alle Projekte auf Tomnod sind so spektakulär wie die Suche nach dem verschollenen Flug MH370 der Malaysia Airlines. Aber es veranschaulicht das Prinzip dieser Crowdsourcing-Plattform, welche Satellitenbilder auf ganz bestimmte Fragestellungen hin untersucht. Dank einer Vielzahl von freiwilligen Helfern werden beispielsweise Siedlungsgebiete in Nigeria verortet, Taifun-Schäden auf den Philippinen erhoben, Brandrodungen in Indonesien aufgdeckt oder eben vermisste Flugzeuge und Boote gesucht. Um Fehler oder Manipulationen auszuschliessen müssen mehrere Benutzer übereinstimmend zum gleichen Resultat gekommen sein, bevor eine Information als gesichert gilt.

Die Bedienung der Plattform ist sehr einfach: Ein klare Fragestellung, einige Markierungsoptionen sowie ein Satellitenbild ist alles, was es braucht. Wer sich gerne mit Luftaufnahmen beschäftigt und etwas zu einem grösseren Projekt beitragen möchte, ohne gleich ganze Landkarten auf OpenStreetMap zeichnen zu müssen, ist hier an der richtigen Adresse. Ein schönes Beispiel dafür, was Crowdsourcing bewirken kann.

Und falls Sie sich gefragt haben: Tomnod bedeutet „Grosses Auge“ auf Mongolisch. Irgendwie passend.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.