Mapbox: Interaktive Karten ganz einfach selbst gestalten

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Mapbox: Professionell wirkende Situationspläne im Handumdrehen gestalten

Mapbox: Professionell wirkende Situationspläne im Handumdrehen gestalten

Wie gestaltet man am einfachsten einen attraktiven Anfahrtsplan für sein Unternehmen, einen Stadtplan mit ausgewählten Sehenswürdigkeiten oder eine Routenbeschreibung für einen Reisebericht? Und wie integriert man das Resultat dann als interaktive Karte in eine Website oder eine App? Mapbox ist mit Sicherheit eine der besten Adressen für solche Aufgabenstellungen und macht damit der früher vorgestellten Google Map Engine Light ernsthaft Konkurrenz.

Als erstes stechen bei Mapbox die vielen unterschiedlichen Kartendesigns ins Auge: Von den klassischen Designs in Farbe oder Schwarzweiss über Reliefdarstellungen bis hin zu handgezeichneten oder künstlerischen Styles bietet Mapbox für fast jeden Geschmack und Anwendungszweck etwas. Und wer bei den Standard-Designs nicht fündig wird der lädt Mapbox Studio (Windows, Mac OS, Linux) herunter und gestaltet sein eigenes Design, beispielsweise wenn jenes exakt dem Corporate Design eines Unternehmens entsprechen soll.

Mapbox: Sowohl klassische als auch poppige Kartendesigns stehen zur Auswahl

Mapbox: Sowohl klassische als auch poppige Kartendesigns stehen zur Auswahl

Um Objekte (also Punkte, Routen oder Flächen) auf der Karte zu platzieren gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten: Entweder zeichnet man sie von Hand im webbasierten Editor, oder man importiert die entsprechenden Daten im Format *.geojson, *.csv, *.kml oder *.gpx. Der Editor ist so einfach, dass man ihn auf Anhieb versteht, und doch bietet er genügend Möglichkeiten, um die Objekte nach den eigenen Vorstellungen zu gestalten.

Fertige Karten werden im persönlichen Konto auf www.mapbox.com gespeichert. Sie können so nicht nur zu einem späteren Zeitpunkt weiterbearbeitet werden, sondern auch in eine Website oder Smartphone App eingebunden werden. Man kann die Karte als simplen Link zur Verfügung stellen (Beispiel: Fussweg zur Stadtkirche Luzern), über JavaScript aufrufen oder als iFrame in eine Webpage integrieren. Dabei wird immer eine dynamische Karte benutzt, die der Betrachter verschieben und zoomen kann und auf der die individuellen Objekte anklickbar sind, so dass die Beschriftungen sichtbar werden.

Und wie gut ist das Kartenmaterial? So gut wie OpenStreetMap, denn darauf basiert Mapbox. Gerade in Europa hat man also extrem detaillierte und aktuelle Karten zur Verfügung. Und falls man Mapbox in einer Region nutzt, wo das Kartenmaterial noch nicht so gut ist, kann man jederzeit auf www.openstreetmap.org direkt an den Basisdaten arbeiten.

Insgesamt hat mich Mapbox wirklich beeindruckt: Auf Basis der freien Karten von OpenStreetMap wurde ein professioneller Service gebaut, der ein breites Spektrum von Anwendungen abdeckt und trotzdem unkompliziert wirkt. Den Anfahrtsplan für eine Hochzeit oder Party erstellt man problemlos in zehn Minuten, und aber auch der Entwickler einer Website oder Smartphone-App wird hier fündig. Gelegenheitsnutzer kommen mit dem kostenlosen Starter-Plan gut zurecht, für anspruchsvollere Anwendungen gibt es drei verschiedene Preismodelle.

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