Yahoo Newsglobe: News-Brennpunkte auf dem Globus

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Der Yahoo Newsglobe ist insbesondere deshalb eine spannende Anwendung, weil hier ein navigierbarer Globus direkt in Flash realisiert wurde, der somit ohne externe Applikation direkt im Web-Browser benutzbar ist.

Abgesehen davon scheint mir dies aber nicht das zwingendste Beispiel für die Visualisierung von Daten auf einem Globus: Wer nicht weiss, wo New York, Tel Aviv oder Belgrad liegt, wird auch mit den verlinkten Nachrichten wenig anfangen können. Andererseits kann bestimmt nicht jeder spontan die genaue Lage von Manama, Ouagadougou oder Moroni (immerhin alles Hauptstädte) benennen. Und die roten Säulen zeigen sehr schön, wo sich auf der Welt etwas tut.

TerraExplorer: Im Schatten von Google Earth

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Wenn es um die Darstellung von hochaufgelösten Satellitenbildern in Verbindung mit 3D-Gebäuden geht, dann ist der TerraExplorer von Skyline Software Systems eine ernstzunehmende Alternative zu Google Earth. Die Applikation läuft flüssig, ist optisch attraktiv und hat Google Earth eine synchron mitlaufende Kartenansicht (links unten) voraus. Dafür kann man mit dem TerraExplorer nicht den gesamten Globus betrachten – wenn man sehr weit herauszoomt, verschwindet die Landschaft im virtuellen Nebel.

Ohne Details zu kennen: Ich könnte mir vorstellen, dass die Übernahme von Keyhole durch Google und die anschliessende Freigabe von Google Earth ein herber Schlag für Skyline war. In der Basisversion ist der TerraExplorer ein reiner Browser, Geld verdient Skyline offenbar mit Editor- und Server-Software. Mit Google Earth plus der ebenfalls frei verfügbaren 3D-Software SketchUp kann man nun ohne weitere Investitionskosten Flüge über 3D-Städte selbst erstellen und publizieren. Hinzu kommt der Glanz des Brands Google – kein Wunder, dass man vom TerraExplorer kaum etwas liest. 

Lunar EarthBrowser: Konkurrenz zu Google Earth und NASA WorldWind?

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Man vergisst leicht, dass Google Earth und NASA WorldWind nicht die beiden einzigen Programme sind, die unseren Globus visualisieren. Ein weiteres Produkt ist beispielsweise der EarthBrowser von Lunar Software, der insbesondere im Zusammenhang mit der Echtzeit-Darstellung von Wolkenbildern und Wetterdaten erwähnt wird.

Aufgrund eines Kurztests würde ich allerdings sagen: Der EarthBrowser ist zwar ein übersichtliches Programm, das insbesondere bei niedrigen Zoom-Stufen eine sehr ansprechende Globusdarstellung liefert und sich aufgrund seiner Einfachheit insbesondere für den Unterricht eignet. Trotzdem fällt es schwer, überzeugende Gründe zu finden, warum man den EarthBrowser Google Earth vorziehen sollte: Google Earth läuft auf vergleichbarer Hardware spürbar flüssiger, zeigt wesentlich höher aufgelöste Satellitenbilder und kann ebenfalls Echtzeit-Wetterinformationen einbinden (wenn man weiss, wo man sie findet) – ganz zu schweigen vom wesentlich grösseren Funktionsumfang. Zudem ist der EarthBrowser ein kommerzielles Produkt – Google Earth ist kostenlos, WorldWind sogar Open Source Software.