Google baut Google Maps zum vollwertigen Navigationssystem aus

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Screenshot: Google Maps Navigation auf Android 2.0

Google Maps kann man inzwischen auf allen gängigen Smartphones nutzen – auf dem iPhone und auf Android-Geräten gehört eine entsprechende Applikation zum Lieferumfang. Geräte mit GPS-Empfänger zeigen die aktuelle Position auf der Karte an, und zusammen mit dem Routenplaner von Google Maps kann man sich fast wie mit einem Navigationssystem ans Ziel führen lassen.
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You Are Here: Geo-Lokalisierung über WiFi

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Loki Screenshot

Wenn es darum geht, automatisiert den aktuellen Standort eines Website-Besuchers zu ermitteln, dann schickt man in der Regel die IP-Adresse des Besuchers an eine Datenbank, welche die geografischen Koordinaten dieser IP zurückliefert (z.B. Utrace, Getpos, IP-Address, IP2Location).

Nun ist das allerdings kein besonders präzises Verfahren, weil Privatpersonen in aller Regel über einen grossen Provider ins Netz gehen und die IP-Adresse nur dem Standort des Providers zugeordnet werden kann. So kann ich zwar in Zürich sitzen, ein IP-Lookup lokalisiert mich aber – je nach Dienstleister – in der Region Genf oder Solothurn. Wer nur ein landesspezifisches Angebot präsentieren will, kann mit dieser Ungenauigkeit leben – wer hingegen eine Restaurantsuche anbietet, braucht wesentlich genauere Daten.

Hier kommt Loki ins Spiel: Dieser Dienst arbeitet nicht mit der IP-Adresse, sondern lokalisiert WiFi-Signale. Wie Loki das genau macht? Fragen Sie mich nicht, denn auch Loki hält sich bedeckt. Das Resultat ist aber beeindruckend, konnte mich Loki doch an meiner Privatadresse auf die Hausnummer genau orten. Falls Sie selbst per WiFi ins Internet gehen: Klicken Sie hier und lassen Sie sich beeindrucken.

Testweise den eigenen Standort abzufragen ist lustig, aber wirklich interessant wird es erst dann, wenn diese Funktion den Besuchern seiner eigenen Website zur Verfügung steht. Erfreulicherweise kann man Loki über ein paar Zeilen JavaScript-Code sehr leicht integrieren.

P.S. Datenschutztechnisch ist dies nicht ganz unbedenklich, denn nicht jeder möchte automatisch seinen Standort preisgeben. Ähnlich wie beispielsweise jede iPhone-Applikation explizit um Erlaubnis fragt, das GPS-Modul benutzen zu dürfen, muss man auch bei Loki jeden Lokalisierungsvorgang vorgängig bestätigen (und hat so auch die Möglichkeit, diesen zu verweigern).

Positionsbestimmung mit einem Handy ohne GPS

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Datenschutz-Hinweis: Wenn Sie dieses Video abspielen, können Sie von YouTube getrackt werden.

«Mein Standort» («My Location») heisst eine neue Funktion von Google Maps für Handys, dank der man auch ohne GPS seinen ungefähren Standort herausfinden kann. Drückt man die Taste 0, so wird der Standort als blauer Punkt auf der Karte angezeigt. Die Positionsbestimmung erfolgt aufgrund der Mobile-Antenne, mit der das Handy aktuell kommuniziert – das ist nicht so präzise wie GPS, aber doch rund 1 km genau.
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Kartenerstellung bei Tele Atlas und Navteq

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Wie entstehen eigentlich die vielen hochpräzisen Karten für Navigationsgeräte, die entweder als portable GPS-Devices verkauft oder fest in Autos eingebaut werden? Das grundlegende Verfahren ist bei beiden grössten Kartenlieferanten Navteq und Tele Atlas ähnlich (und gleicht dem Prinzip, das Google für seine Street View verwendet): Die Strassen werden schlicht und ergreifend mit speziell ausgerüsteten Autos abgefahren. Dabei werden nicht nur GPS-Daten aufgezeichnet, sondern auch kontinuierlich Fotos bzw. Videos aufgenommen, um später Detailinformationen (z.B. Einbahnstrassen, Anzahl Fahrspuren) auszuwerten (Artikel mit Bildmaterial).
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KML, GML, GPX: Dateiformate für Geo-Daten

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Wer sich mit Geo-Informationssytemen beschäftigt stösst zwangsläufig auf Dateiformate, die man sonst nicht unbedingt kennt. Den drei wichtigsten ist gemeinsam, dass sie auf XML basieren und dadurch vergleichsweise einfach zwischen unterschiedlichen Applikationen ausgetauscht werden können.  

KML (Keyhole Markup Language)

KML ist ein von Keyhole (heute Google) entwickeltes Dateiformat, das insbesondere von Google Earth genutzt wird, aber auch von Google Maps, ArcGIS Explorer oder NASA World Wind gelesen werden kann. Dasselbe gilt für KMZ (Keyhole Markup Language with ZIP Compression), das eine komprimierte Version von KML darstellt.

GML (Geography Markup Language)

GML ist ein vom Open Geospatial Consortium (einem internationalen Standardisierungs-Gremium für Geo-Daten) entwickeltes Dateiformat.

GPX (GPS Exchange Format)

GPX ist ein von TopoGrafix entwickeltes, offenes und freies Dateiformat, das sich insbesondere für GPS-Daten (Punkte und Strecken) eignet. Das Format wird von einer Vielzahl von Programmen und Websites verarbeitet.

Route 66 Mobile 7 macht Smartphone zum Navigationsgerät

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Mobile 7 von Route 66 ist ein Bundle aus Hard- und Software, das aus einem nicht-GPS-fähigen Smartphone ein Navigationsgerät macht. Nebst der Software (für Windows Mobile 5 oder Symbian) und dem Kartenmaterial (wahlweise für Schweiz, Deutschland und Österreich oder für ganz Europa) enthält die Schachtel vor allem einen kleine GPS-Empfänger, der über BlueTooth mit dem Handy kommuniziert. Voraussetzung ist, dass das Smartphone 16 MByte freien Arbeitsspeicher sowie einen freien SD- bzw. Mini-SD-Kartenschacht besitzt.

Marathon live auf Google Maps verfolgen

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Das obige Google Maps Mashup für den Rock’n’Roll Marathon in San Diego ist zunächst deshalb bemerkenswert, weil es ein Höhenprofil mit einer Kartendarstellung verbindet: Bewegt man den Läufer über das Höhenprofil, wird die entsprechende Position auf der Marathonstrecke eingeblendet.

Richtig spannend wird die Applikation aber dadurch, dass ein Teil der Läufer mit GPS-Mobiltelefonen inklusive BiM Active Software ausgestattet waren. Diese Software erfasst laufend die Position eines Läufers und übermittelt die Daten über das GMS-Netz an den Server. Gedacht ist dieses Feature primär für die Aufzeichnung des täglichen Lauftrainings; während des Marathons konnte man auf diese Weise aber quasi live das Rennen im Web verfolgen.