Karten mit Detailansichten auf Basis von jQuery

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Wer selbst gestaltete Karten einer eingebundenen Google Map vorzieht findet in diesem jQuery-Plugin eine gute Hilfestellung. Das Plugin erlaubt es, Bereiche der Karte zu markieren und dafür Detailkarten anzubieten, die dynamisch eingezoomt werden. Die Hotspots sind anklickbar, es öffnet sich ein Popup mit Detailinformationen. Ein schönes Anwendungsbeispiel findet sich auf der Website von NC Marine Science (woher auch der obige Screenshot stammt).

Loc@lisator: Hübsch, aber überschätzt

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Vor ein paar Tagen berichteten die Medien, das Statistische Amt des Kantons Zürich habe eine Kartenapplikation aufgeschaltet, auf der man die Gegenden mit den günstigsten Mietepreisen nachschauen könne. Dass der Server kurz darauf wegen Überlastung nicht mehr erreichbar war, überrascht wenig in einer Region, wo Wohnungsknappheit und hohe Mieten eines der dringlichsten Probleme darstellen.

Nachdem nun der erste Hype vorbei ist darf man den Loc@lisator durchaus mit etwas kritischeren Augen sehen. Sicher: Die Applikation ist schön gemacht, einfach zu bedienen, und (so wollen wir wenigstens hoffen) mit soliden Daten unterlegt. Verglichen mit dem GIS-Browser des Kantons Zürich ist der Loc@lisator viel einfacher, schneller und attraktiver – dafür bietet er aber auch viel weniger Detailinformationen.

Wer aufgrund der Medienberichte einfach mal eine Karte der Mietpreise anzeigen will, erfährt gleich die erste Einschränkung:

“Aus Datenschutzgründen müssen bei der Wahl sensitiver Indikatoren mindestens drei Indikatoren mit einer Gewichtung grösser +-20 angewählt werden.”

Wenn man dann die Kritierien “nahe bei einer ÖV-Haltestelle”, “tiefer Steuerfuss” und “tiefe Wohnungsmiete pro Quadratmeter” anwählt und identisch gewichtet, dann bekommt man eine Karte, die so aussagekräftig auch nicht ist. Mit obigen Kriterien wären die beiden Zürichseeufer, die Pfannenstilregion und einige Gemeinden im Zürcher Unterland ideal. Tiefe Mieten an der Goldküste? Wohl kaum. Der Effekt entsteht dadurch, dass der öffentliche Verkehr in der ganzen Region gut und die Mietpreise überall hoch sind, so dass die Karte primär durch die Unterschiede im Steuerfuss geprägt ist (wie man durch eine entsprechende Anfrage leicht herausfinden kann). Spannend sind vor allem die Ausreisser: Knonau, Hedingen, Nänikon und Seegräben wären nach obigen Kriterien besonders ungünstige Wohnorte.

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Andere Auswertungen sind dafür an Deutlichkeit nicht zu überbieten. Wenn man beispielsweise die Luftqualität in der Stadt Zürich als einziges Kriterium auswählt, dann kann man den Verlauf der Westtangente (Rosengartenstrasse – Hardbrücke – Weststrasse) ohne Probleme ausmachen, während die Luft am Zürichberg erwartungsgemäss vergleichsweise unbelastet ist.

Verstehen Sie mich nicht falsch: Auch mir gefällt der Loc@lisator gut. Wer allerdings völlig naiv an dieses Tool herangeht, erhält unter Umständen keine aussagekräftigen Ergebnisse – oder aber Resultate, die man mit gesundem Menschenverstand hätte voraussehen können.

Thematische Karten selbst erstellen mit GeoCommons

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Bevölkerungsdichte der Schweizer Kantone

Eine gut gestaltete thematische Karte macht auf einen Blick klar, was man mit Daten oder Worten nur schwer vermitteln kann. Solche thematischen Karten zu erstellen ist eine Kunst – die allerdings nicht ganz so komplex ist, wenn man das richtige Werkzeug hat. GeoCommons ist ein solches Werkzeug: Damit kann man geocodierte Datenreihen einfach auf Karten abbilden und doch auf die Gestaltung wesentlichen Einfluss nehmen.

Obiges Beispiel zeigt die Bevölkerungsdichte der Schweizer Kantone, wobei eine dunklere Farbe eine höhere Dichte bedeutet. Die Daten dazu stammen aus einer einfachen Tabelle, welche im wesentlichen pro Kanton dessen Fläche und Bevölkerungszahl aufführt. Diese Tabelle findet man auf GeoCommons (denn die Plattform ist auch eine Ablage für frei verfügbare Geodaten unter einer Creative-Commons-Lizenz), wäre aber auch mit vertretbarem Aufwand selbst erstellt und hochgeladen. Anschliessend kann man die Daten auf eine wählbare Karte bzw. Satellitenaufnahme abbilden – zur Auswahl stehen die bekannten Dienste von Google, Microsoft, Yahoo und OpenStreetMap. Die entsprechenden Tools dazu heissen Finder! (Datenverwaltung) und Maker! (Kartenerstellung). Ein Video-Tutorial erklärt diese Tools so gut, dass man ohne weitere Instruktionen sofort loslegen kann. Die fertige Karte kann man dann verlinken (Beispiel) oder in Form eines interaktiven Flash-Objekts direkt in die eigene Website einbetten.

GeoCommons ist ein sehr schön gemachter, kostenloser Service, der lediglich ein bisschen daran krankt, dass die bisher hochgeladenen Daten noch nicht besonders zahlreich sind. Wenn man allerdings eigene Daten visualisieren möchte, dann spielt dies keine Rolle.

Wasserstände und Abflussmengen via Internet überwachen

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Übersichtskarte Kanton Zürich

Wer (im konkreten Sinn) nahe am Wasser gebaut hat, weiss um das Zerstörungspotential von scheinbar harmlosen Bächen und Flüssen nach heftigen Niederschlägen. Im Kanton Zürich werden die Wasserstände und Abflussmengen von allen grösseren Gewässern automatisch gemessen und laufend im Internet publiziert. So kann man beispielsweise sehen, dass heute morgen um 06:10 Uhr rund 150 Kubikmeter Wasser pro Sekunde die Limmat hinunter fliessen – das ist gut doppelt so viel wie am Montag, aber immer noch weit weniger als die 590 m3/s des Hochwassers vom Mai 1999.

Abflussmenge Limmat

Solche Messungen gibt es nicht nur im Kanton Zürich, sondern in der ganzen Schweiz. Die Daten werden beim Bundesamt für Umwelt BAFU zusammengeführt und ebenfalls in Form einer interaktiven Karte präsentiert.

Übersichtskarte Schweiz

Staumeldungen für Zürich

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Das neue Verkehrsregime mit der Westumfahrung, das letztes Wochenende für Zürich eingeführt wurde, soll nicht zuletzt die Innenstadt entlasten. Ob dies funktioniert kann jeder via Internet in Echtzeit überprüfen: Die Dienstabteilung Verkehr der Zürcher Stadtpolizei publiziert unter der Adresse www.zueritraffic.ch laufend das Verkehrsaufkommen auf den Hauptachsen als interaktive Karte.

Routenplaner für Fahrradfahrer (und Velofahrer)

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Nein, eine Schönheit ist er nicht, der Routenplaner BBBike, der ursprünglich für Berlin entwickelt wurde und nun auch für zahlreiche andere europäische Städte angeboten wird. Die detaillierte Suchmaske erlaubt dafür sehr detaillierte Vorgaben für die Routenwahl, und man kann den Routenbeschrieb nicht nur als Karte (basierend auf OpenStreetMap) und Liste, sondern auch in den Formaten PalmDoc, GPX Route und GPX Track herunterladen (derzeit erst für Berlin).

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Freie Fahrt für Velofahrer: OpenCycleMap

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Basierend auf den freien Karten von OpenStreetMap gibt es die speziell für Velofahrer optimierte OpenCycleMap. Darauf sind internationale und nationale Radrouten verzeichnet – nebst anderen Informationen, welche für Zweiradfahrer interessant sind. Hervorzuheben ist insbesondere die anschauliche Höhendarstellung, die einem hilft, Steigungen zu erkennen. Die Karten sind – wie bei einem Community-Projekt nicht anders zu erwarten – nicht absolut vollständig, haben aber je nach Region schon einen guten Stand erreicht (wie der obige Vergleich von OpenCycleMap mit der offiziellen Karte von Veloland Schweiz zeigt). Wer selbst an der Verbesserung des Kartenmaterials mitarbeiten möchte, findet im OpenStreetMap-Wiki die nötigen Informationen.