Offizielle Landkarten der Schweiz online nutzen

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Geoportal des Bundes

Geoportal des Bundes

Die Schweizer Landkarten des Bundesamts für Landestopographie swisstopo haben einen ausgezeichneten Ruf – aber auch ihren Preis, wenn man sie gedruckt oder digitalisiert besitzen möchte. Umso erfreulicher ist es, dass auf dem Geo-Portal der Schweizer Eidgenossenschaft das vertraute Kartenmaterial kostenlos genutzt werden kann. Wie bei anderen Diensten (z.B. Google Maps oder Search.ch) kann man zwischen der Kartendarstellung und den Satelliten- bzw. Luftaufnahmen wählen. Die textuelle Suche findet nebst Orts- und Flurnamen auch Adressen auf die Hausnummer genau. Jeden Kartenausschnitt kann man als URL oder QR-Code sharen und natürlich auch ausdrucken.
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Verbreitung von Familiennamen als thematische Landkarte

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Karte: Verbreitung des Familiennamens "Eggimann" in der Schweiz

Auch im Zeitalter der scheinbar grenzenlosen Mobilität lässt sich die Herkunft der meisten Familien sehr klar bestimmen. Auf www.verwandt.ch kann man nach beliebigen Familiennamen suchen und erhält dann deren absolute oder relative Verbreitung in der Schweiz, in Deutschland oder in Österreich auf einer Gemeindekarte angezeigt. Die Daten basieren auf dem Telefonbuch und geben somit nicht die Anzahl der Personen wieder, sondern nur die Anzahl der Haushaltungen mit Telefonbucheintrag; trotzdem erhält man damit einen guten Eindruck von Herkunft und Verbreitung eines Geschlechts.
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PeakFinder: Die mobile Panoramatafel für das iPhone

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Ähnlich wie die kürzlich in diesem Blog vorgestellte iPhone App SwissPeaks hilft auch PeakFinder, Berggipfel zu benennen. Hier kommt aber keine Augmented Reality zum Einsatz, sondern eine elektronische Version der guten alten Panoramatafel. Das ist vielleicht nicht ganz so fancy, im Zweifelsfall aber präziser. Und da sich PeakFinder per GPS und Kompass an der aktuellen Blickrichtung orientiert, ist sichergestellt, dass man nicht in die komplett falsche Richtung schaut.

Das Beeindruckende an PeakFinder ist, dass hier nicht einfach ein paar statische Panoramen eingeblendet werden, sondern dass das Panorama für den aktuellen Standard berechnet wird. Somit kann man sich (real oder virtuell) an jeden beliebigen Ort der Alpen begeben und sich die Gipfel im Umkreis von 250 km anzeigen lassen.

PeakFinder wird vom Zürcher Fabio Soldati entwickelt. Die App kennt 20’000 Berge im gesamten Alpenraum (Österreich, Schweiz, Frankreich, Deutschland, Italien und Slovenien). Sie funktioniert vollumfänglich ohne Funkverbindung und läuft auch auf dem älteren iPhone 3G.

SwissPeaks: Schweizer Berge mit Augmented Reality erkunden

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“Wie heisst eigentlich der Berg da drüben?” Ein häufig gestellte (und ebenso häufig unbeantwortete) Frage. Dank SwissPeaks genügt ein Blick durch die iPhone-Kamera, um sich Name, Höhe und Entfernung der Schweizer Berggipfel anzeigen zu lassen. Dabei werden dem Kamerabild zusätzliche Informationen überlagert – Augmented Reality heisst dies im Fachausdruck. Die Bedienung ist dabei kinderleicht und intuitiv verständlich. Eine wirklich schöne Lösung, entwickelt an der ETH Zürich, die allerdings nur auf dem iPhone 3GS funktioniert. Für Bergtouren ausserhalb der Schweiz gibt es übrigens die Variante WorldPeaks. Eine ähnliche App – die im Unterschied zu SwissPeaks allerdings kostenpflichtig ist – gibt es mit Augmented Outdoors (Screenshot unten).

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Loc@lisator: Hübsch, aber überschätzt

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Vor ein paar Tagen berichteten die Medien, das Statistische Amt des Kantons Zürich habe eine Kartenapplikation aufgeschaltet, auf der man die Gegenden mit den günstigsten Mietepreisen nachschauen könne. Dass der Server kurz darauf wegen Überlastung nicht mehr erreichbar war, überrascht wenig in einer Region, wo Wohnungsknappheit und hohe Mieten eines der dringlichsten Probleme darstellen.

Nachdem nun der erste Hype vorbei ist darf man den Loc@lisator durchaus mit etwas kritischeren Augen sehen. Sicher: Die Applikation ist schön gemacht, einfach zu bedienen, und (so wollen wir wenigstens hoffen) mit soliden Daten unterlegt. Verglichen mit dem GIS-Browser des Kantons Zürich ist der Loc@lisator viel einfacher, schneller und attraktiver – dafür bietet er aber auch viel weniger Detailinformationen.

Wer aufgrund der Medienberichte einfach mal eine Karte der Mietpreise anzeigen will, erfährt gleich die erste Einschränkung:

“Aus Datenschutzgründen müssen bei der Wahl sensitiver Indikatoren mindestens drei Indikatoren mit einer Gewichtung grösser +-20 angewählt werden.”

Wenn man dann die Kritierien “nahe bei einer ÖV-Haltestelle”, “tiefer Steuerfuss” und “tiefe Wohnungsmiete pro Quadratmeter” anwählt und identisch gewichtet, dann bekommt man eine Karte, die so aussagekräftig auch nicht ist. Mit obigen Kriterien wären die beiden Zürichseeufer, die Pfannenstilregion und einige Gemeinden im Zürcher Unterland ideal. Tiefe Mieten an der Goldküste? Wohl kaum. Der Effekt entsteht dadurch, dass der öffentliche Verkehr in der ganzen Region gut und die Mietpreise überall hoch sind, so dass die Karte primär durch die Unterschiede im Steuerfuss geprägt ist (wie man durch eine entsprechende Anfrage leicht herausfinden kann). Spannend sind vor allem die Ausreisser: Knonau, Hedingen, Nänikon und Seegräben wären nach obigen Kriterien besonders ungünstige Wohnorte.

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Andere Auswertungen sind dafür an Deutlichkeit nicht zu überbieten. Wenn man beispielsweise die Luftqualität in der Stadt Zürich als einziges Kriterium auswählt, dann kann man den Verlauf der Westtangente (Rosengartenstrasse – Hardbrücke – Weststrasse) ohne Probleme ausmachen, während die Luft am Zürichberg erwartungsgemäss vergleichsweise unbelastet ist.

Verstehen Sie mich nicht falsch: Auch mir gefällt der Loc@lisator gut. Wer allerdings völlig naiv an dieses Tool herangeht, erhält unter Umständen keine aussagekräftigen Ergebnisse – oder aber Resultate, die man mit gesundem Menschenverstand hätte voraussehen können.